Autogenes Training (AT) (§ 20,1. SGB V)

AT ist eine Selbsthilfetechnik zur Entspannung, die in den 1920er Jahren vom Berliner Mediziner Prof. J. H. Schultz entwickelt wurde. Inzwischen ist AT eines der am häufigsten verwendeten und besterforschtetsten Entspannungsverfahren in Europa. Die wissenschaftliche Evidenz des AT wurde u. a. in der Arbeit Autogenic Training: A Meta-Analysis of Clinical Outcome Studies von Friedhelm Stetter und Sirko Kupper (Applied Psychophysiology and Biofeedback, Vol. 27, No. 1, March 2002 ( C ° 2002)) nachgewiesen.

Ausgangspunkt sind bestimmte körperliche Veränderungen als Folge tiefer Ruhe: der Körper wird schwer und warm, die Atmung fließt ruhig und gleichmäßig, das Herz schlägt ruhig und gleichmäßig, der Bauch wird warm, die Stirn wird kühl.

Autogenes Training

Dauer: 10 x 60 - 90 Minuten
Kursort: Physiotherapiepraxis Michael Wagner, Hasselkamp 16, 23812 Wahlstedt
Preis: € 115,00
Termine : auf Anfrage

Der Kurs ist von den Krankenkassen als Präventionskurs nach § 20, 1. SGB V zertifiziert und wird bezuschusst.

Ziele:

  • den eigenen Körper kennenlernen
  • bewusstes Herbeiführen von Ruhe
  • die Sensibilität für Vorgänge im Körper wecken, und die Konzentration auf den eigenen Körper verbessern
  • auch unter schierigen Bedingungen entspannen können
  • Zugang zu Problemen, der neue Lösungswege ermöglicht

Hauptprinzip:

Über das Training bewusster Wahrnehmung und die ständige formelhafte Wiederholung entwickeln sich "Entspannungsreflexe", die auch in schwierigen Situationen funktionieren. Dies führt mit der Zeit zu einer zuverlässigen Verfügbareit von Entspannung.

Indikationen:

Stress, Schlafprobleme, Bluthochdruck, Magen- und Darmprobleme, Spannungskofschmerzen, Migräne, Raucherentwöhnung, Unterstützung bei der Gewichtsabnahme, Überwinden von Schüchternheit, agressives Verhalten, Ärgerregulation, Verhaltensprobleme, ADHS, Angst, Depression, Blasenfunktionstörung, somatoforme Störungen

Kontraindikationen:

Psychosen, posttraumatische Belastungsstörungen, Small-Airway-Asthma, gastrintestinale Erkarnekungen, Herz-Kreislauferkrankungen, Anfallserkrankungen (Epilepsie)